Auch bei Wohnungskatzen stellt sich die Frage, ob entwurmt wird. Wann entwurmt wird und wie entwurmt wird.

Es ist kein appetitliches Thema-allerdings sollte man dieses keinesfalls außer Acht lassen.

 

Es ist wichtig, für ein gesundes Katzenleben und ein gesundes bedenkenloses Miteinander.

 

Für Freigängerkatzen steht es außer Frage-bei Wohnungskatzen wird es sehr gerne "vergessen" oder ganz einfach übergangen.

Wenn man sich Gedanken darüber macht, wo Katzen  Wurmlarven oder Wurmeier aufnehmen können, dann erkennt man jedoch recht schnell, dass Freigänger zwar ein deutlich höheres Risiko tragen, aber die Wohnungskatze von dem Risiko nicht ausgenommen ist.

Manche Wurmarten legen bis zu zweihunderttausend widerstandsfähige Eier pro Tag!

Diese können mehrere Monate oder mehrere Jahre außerhalb eines Tieres überleben.

 

Wurmeier finden sich auf Wald- und Wiesenflächen genauso wie im eigenen Garten. Auch beherbergen Sandkästen Unmengen an solcher Besucher.

Auch Kleinsäuger wie Mäuse, Fledermäuse und Vögel sind häufig verwurmt und tragen so zu einer Verwurmung bei.

Auch rohes Fleisch beherbergt mitunter Wurmlarven oder –eier, die für uns nicht sichtbar sind.

Manche Würmer dringen über die Haut, z.B. Bauch und Pfoten, in den Körper unserer Katze.

Flöhe finden sich häufig im Bereich von Kleintieren, die im Freien gehalten werden.

Das können Hasen oder auch Meerschweinchen sein. Flöhe sind die Zwischenwirte des Bandwurms.

Wir tragen mitunter selbst an den Schuhen, Händen und der Kleidung die Wurmeier und Larven mit in die Wohnung und "unterstützen" unbewusst eine Verwurmung unserer Wohnungskatzen.

Jungtiere können sich mit der Muttermilch der Katze anstecken - weshalb eine frühzeitige Entwurmung bei der Aufzucht und vor der Geburt  wichtig ist.

Wir entwurmen die Muttertiere vor der Niederkunft. Das bedeutet allerdings, dass dann der ganze Katzen- und Hundehaushalt entwurmt werden muss.

Bandwürmer können auch auf den Menschen übergehen!

 

Würmer sind einfach unnötige Schmarotzer die den Darm oder andere Organe der Katze/Tiere besiedeln und hierbei leider viele Krankheiten entstehen lassen oder diese fördern.

Hierdurch können sie Schädigungen in den Organgen hervorrufen und beeinträchtigen mitunter auch das Immunsystem.

Auch Würmer können unbehandelt gerade bei Jungtieren zum Tode führen.

Man hat sicherlich schon von dem sogenannten "Wurmbauch" gehört. Das ist ein deutlich aufgetriebener Bauch bei Hunde- und Katzenwelpen.

Gerade bei Welpen die einen Flohbefall aufweisen kann man sich definitiv sicher sein, dass hier auch Würmer vorhanden sind oder vorhanden sein werden.

Das dürfte bei einer Zucht nicht vorkommen, da das meist bei von Menschen unversorgten oder nicht richtig versorgten Tieren vorkommt.

Das sogenannte "Schlittenfahren" auf dem Boden kann ein Indiz für einen Wurmbefall sein. Es juckt am Popo und der Juckreiz wird dadurch für einen Moment gestillt.

Aber auch verstopfte Analdrüsen führen mitunter zu Schlittenfahren!

Erbricht eine Katze Würmer, dann ist sie schon sehr stark verwurmt. Häufiges Erbrechen ohne erkennbare Würmer, Abmagerung trotz guten Fressens, Durchfall oder Verstopfung können auch erste Anzeichen sein.

Das Fell erscheint stumpf und glanzlos und ist vielleicht struppig.

 

 

Hakenwürmer:

 

Hakenwürmer beißen sich in der Darmschleimhaut ihrer Wirte fest und ernähren sich von dem Blut der Katze.

Der Blutverlust kann beträchtlich sein, denn ein einziges Hakenwurmweibchen kann pro Tag bis zu 0,5 Milliliter Blut aufnehmen!

Charakteristisch für die Haktenwürmer ist der Infektionsweg über die Haut des Wirtes. Aber auch das Verschlucken der Larven kann zur Besiedelung des Katzendarms führen.

 

 

Spulwürmer:

 

Ein Befall mit Spulwürmern beginnt durch das Verschlucken der infektiösen Wurmlarven. Während eine geringe Anzahl von Würmern bei erwachsenen Tieren meist keine Symptome verursacht, kann ein massiver Befall das Tier schädigen.

Vor allem junge Tiere sind durch Wurmbefall gefährdet, denn die Spulwürmer können mit der Muttermilch übertragen werden.

 

 

Peitschenwürmer:

 

Der Wurm befällt den Dickdarm der Fleischfresser und kann in seltenen Fällen auf den Menschen übertragen werden. Der Wurm durchstößt die Schleimhaut und saugt Blut, was eine Blutbeimengung des Darminhaltes nach sich zieht.

Diese Wurmart kommt bei Katzen eher selten vor.

 

 

Gurkenbandwurm:

 

Der Gurkenbandwurm lebt im Verdauungstrakt und ernährt sich vom Nahrungsbrei des Tieres. Dort spaltet er auch seine Bandwurmglieder ab, die den Darm als bewegliche kleine Segmente verlassen und die Wurmeier enthalten.

Ein Befall der Katze verläuft weitgehend symptomlos. Nur bei einem starken Befall des Gurkenbandwurms kommt es zu Verdauungsstörungen.

 

 

Fuchsbandwurm:

 

Der Fuchsbandwurm wird von Katzen aufgenommen, die Mäuse jagen und verzehren. Hier besteht die Möglichkeit eines Befalls mit diesem Bandwurm und somit ein Risiko für den Menschen.

Eine Ansteckung des Menschen kann bei engem Kontakt mit dem Tier durch am Fell klebende Eier erfolgen.

Die Katze ist für den Fuchsbandwurm aber nicht so ein optimaler Wirt wie der Hund und ist daher seltener befallen.

 

Es gibt mittlerweile sehr viele gut verträgliche Präperate zur Entwurmung bei der Katze.

Hierüber wird ihr behandelnder Tierarzt bestimmt gerne Auskunft erteilen oder beraten.

 

Bitte nehmen sie keine Spot-on Präperate für die German Rex.

Durch das fehlende Grannenfell, verteilt sich das Produkt zu sehr im Fell und führt dazu, dass ein Kuscheln erst mal nicht stattfinden kann und auch sehr viel des Wirkstoffes durch das Putzen oral aufgenommen werden kann.

Weiterhin haben Erfahrungen mit den Spot-on Präperaten gezeigt, dass hierdurch der Säuremantel der Haut gestört werden kann und es zu einer Schuppenbildung oder im schlimmsten Fall auch zu Verlust des Felles in diesem Bereich kommen kann.

 

 

"Gott schuf die Katze, damit der Mensch einen Tiger zum Streicheln hat."
Victor Hugo