Man liest bei Erwerb oder der Adoption des Kittens, dass es zweifach/dreifach geimpft ist-vielleicht auch bereits grundimmunisiert.

Was bedeutet dies für die Katze und den Halter?

Wie schütze ich meine Katze oder Schutzimpfung warum?

Welche Katzenkrankheiten haben sich entwickelt oder sind inzwischen verbreitet oder gar wieder weit verbreitet?

Soll ich mein Kätzchen wirklich jedes Jahr impfen?

Braucht mein Kätzchen überhaupt eine Impfung, wenn es doch gar nicht draußen ist?

 

Es ergeben sich viele Fragen, rund um das Impfen bei Katzen oder auch anderen Haustieren.

Ich werde mich verständlicherweise mit dem Impfen der Katze beschäftigen.

Meine Ausführungen sind keine Vorgaben-es sind Empfehlungen oder ich stelle dar, wie wir die Impfungen bei unseren eigenen Katzen handhaben.

Ich bin kein Tierarzt. Letztendlich ist der Tierarzt oder die Tierärztin ihres Vertrauens für die weitere Vorgehensweise ausschlaggebend.

Es soll sich hierdurch niemand verpflichtet fühlen, denselben Weg zu gehen.

Sollte es  doch dazu kommen-Sie dürfen uns gerne begleiten!

Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, eine Katze oder mehrere Katzen in ihrem Haushalt aufzunehmen und an ihrem Leben teilhaben zu lassen – gar das Leben mit ihr zu teilen – dann sind Sie auch dafür verantwortlich, für die Katze zu sorgen.

Das bedeutet nicht nur, dass man soweit es möglich ist der Katze ein artgerechtes und erfülltes Leben bietet, sondern eben auch, dass man für die Gesundheit verantwortlich ist.

 

Bestimmte Katzenkrankheiten sind Infektionskrankheiten, für die es mittlerweile zuverlässige Impfstoffe gibt.

Wenige Wochen nach der Geburt sind die kleinen Kätzchen diesen Krankheiten schutzlos ausgeliefert.

 

Es handelt sich hierbei um die nachfolgend aufgeführten Katzenkrankheiten:

 

- Katzenleukose

- Katzenschnupfen

- Katzenseuche

- Tollwut

- FIP (Feline Infektiöse Peritonitis)

- FIV (Feline Immunschwäche-Virus)

-  Feline Panleukopenie

-  Konjunktivitis

 

 

Katzenleukose

 

Die Katzenleukose ist die häufigste infektiöse Todesursache bei Katzen.

Der Erreger ist ein Virus, das mit den Immunschwächeviren bei Katzen (FIV) und bei Menschen (HIV) verwandt ist. Das Leukose Virus befällt ausschließlich Katzen.

Es wird leicht übertragen.

Auch gesund erscheinende Katzen, die das Virus ständig mit dem Speichel ausscheiden, spielen bei der Verbreitung der Katzenleukose eine große Rolle.

Die Erkrankungen durch Katzenleukose sind äußerst vielseitig und werden in zwei große Gruppen zusammengefasst:

Erkrankungen durch Schwächung des Abwehrsystems und Tumor-Erkrankungen.

Durch gegenseitiges Belecken infizieren sich Katzen mit virushaltigem Speichel. Kater stecken sich oft bei Rangkämpfen durch Beißereien (Deckungen) an. Auch der Kot kann Virusmaterial enthalten. Eine Infektionsgefahr besteht vor allem in folgenden Fällen:

  • freier Auslauf in Gruppenhaltung, insbesondere mit Neuzugängen/Fremdkontakten
  • gemeinsame Benutzung von Futternäpfen, Wasserschalen, Katzentoiletten etc.

Haupteintrittspforte für die Viren sind die Maul- und Nasenschleimhäute.

Das Virus breitet sich im ganzen Körper aus (Virämie) und befällt so alle Organe.

In der Virämiephase verläuft die Erkrankung noch symptomlos, was deren Erkennen durch den Tierhalter praktisch unmöglich macht.

Das heißt, trotz Infektion können Katzen oft jahrelang gesund erscheinen. Sie scheiden jedoch das Virus aus und verbreiten die Seuche unerkannt.

Für Menschen ist die FeLV-Infektion ungefährlich.

 

Als Folge der Abwehrschwäche wird die Katze für sonst harmlose Erreger sehr anfällig. Die daraus folgenden Entzündungen können alle möglichen Organe angreifen und lassen sich nicht oder nur kurzfristig behandeln.

Des Weiteren können bei einer Leukosekranken Katze die übrigen Schutzimpfungen fehlschlagen, da das Immunsystem nicht mehr in der Lage ist, Schutzstoffe zu bilden.

Die Leukoseimpfung kann mit weiteren Impfungen gleichzeitig erfolgen oder kann die Basis hierfür bilden.

 

Alle Katzen in unserem Haushalt sind anhand eines Bluttests negativ für das Virus getestet. Deshalb erfolgt in unserer Zucht keine generelle Impfung gegen das Virus.

Weiterhin wird bei einer Fremddeckung ein solcher Test vorausgesetzt und verlangt.

Eine Fremdkatze hat in unserem Haushalt keinen Kontakt zu den anderen Katzen-außer natürlich zum Deckkater.

Weiterhin muss eine gründliche Desinfizierung und Reinigung des Katzenzimmers davor und danach erfolgen.

Die Bluttests werden bei Bedarf wiederholt. Somit kann ein Kitten aus unserem Hause ohne vorherigem Bluttest bei einem Tierarzt auf Leukose geimpft werden.

Voraussetzung ist hierfür natürlich, dass kein anderer direkter Kontakt zu Fremdkatzen oder Fremdkatzenhaushalten bestanden hat.

 

 

Katzenschnupfen

 

Ein Katzenschnupfen ist die Erkrankung der oberen Atemwege und bleibt ein Problem bei Katzen bzw. Katzenhaushalten.

Der Katzenschnupfen ist eine sehr häufige Erkrankung junger, ungeimpfter Katzen oder Katzenwelpen.

Aber auch ältere Tiere können erkranken.

Er kann durch eine Vielzahl unterschiedlicher Bakterien und Viren hervorgerufen werden.

Im Wesentlichen wird er durch zwei Viren verursacht. Das Rhinotracheitis- und das Calici-Virus.

( Feline Calicivirus und das Feline Herpesvirus- Type 1 (FHV1))

Weitere Erreger können beteiligt sein.

Die Katze steckt sich entweder an einer kranken Katze an oder an einem gesund aussehenden Tier, das die Erkrankung überlebt hat und weiter Viren ausscheidet.

So harmlos wie der Name scheint ist der Katzenschnupfen leider selten.

 

Die Inkubationszeit, also das Auftreten zwischen Ansteckung und ersten Symptomen, von 1 bis 4 Tagen ist erstaunlich kurz.

Faktoren, die bei Katzen zur Verminderung der Widerstandsfähigkeit führen, spielen beim Krankheitsausbruch oftmals eine bedeutende Rolle.

Bei dem Versuch den Gesichtsbereich zu säubern, verschmieren sie die Sekrete im Fell (Brust, Pfoten). Bakterielle Sekundärinfektionen verschlimmern das Krankheitsbild noch.
Er beginnt in der Regel mit Niesen, gefolgt von einem zunächst klaren Nasen- und Augenausfluss, der schnell schleimig und eitrig wird.

Hinzu kommen Fieber, Niedergeschlagenheit und Appetittlosigkeit.

Die Nasenlöcher verkleben, die kranke Katze atmet nunmehr durch den Mund, wodurch die Infektion tiefer gelegene Abschnitte des Atmungsapparates ergreift.

Es kommt zur Entzündung der Luftröhre, der Bronchien und sogar der Lunge. Husten ist die Folge.

In manchen Fällen treten schmerzhafte Geschwüre in der Maulhöhle auf.

Da der Virus bei überstandener Erkrankung im Körper verbleibt, treten oft schwere Rückfälle, besonders in Stresssituationen, auf.

Stress (Ausstellungen, Wohnungswechsel etc.) begünstigt die Infektion.

Selbst wenn eine Genesung erfolgt, bleiben häufig Spätschäden (Erblindung durch Verwachsungen im Lidbereich, Schweratmigkeit nach Gewebszerstörung der Nasenmuscheln u.a.) zurück.

 

Es erklärt sich durch den Vortext auch die Ansteckung. Durch das Verteilen der Erreger im Fell und den Pfoten, werden die Viren freigesetzt und überleben.

Somit können im Haus lebende Katzen durch den Menschen, andere Haustiere und Gegenstände angesteckt werden.

Wir selbst bringen die Erreger unter Umständen zu unseren Katzen!

 

Ich selbst impfe meine Katzen jährlich gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche.

Für mich selbstverständlich bei einem Mehrkatzenhaushalt und bei der Zucht unerlässlich.

Zumal die jährliche Impfung für Ausstellungen vorgeschrieben ist.

Wir haben Hunde und leben sehr ländlich. Es ist nachvollziehbar, dass im ländlichen sowie auch im städtischen Bereich sehr sehr viele Freigänger ungeimpft durch die Lande ziehen und die Viren ungewollt verteilen.

Ein wichtiger Punkt sind für mich auch Kinderspielplätze-gerade mit zugänglichen Sandkisten.

Einfach eine riesige Toilette-nicht nur für Katzen!

Also auch gerade Familien sollten sich scheuen, die jährliche Impfung in Abrede zu stellen.

 

 

Katzenseuche

 

Die Katzenseuche - auch Panleukopenie genannt - ist eine hoch ansteckende und weit verbreitete - meist tödlich verlaufende - Viruskrankheit.
Katzen aller Altersstufen, auch Nicht-Freigänger, können erkranken, vorwiegend jedoch Jungkatzen.

Erbrechen und Durchfall kennzeichnen diese Viruserkrankung.

Die Katzenseuche ist in ihrer Häufigkeit seit der Einführung der Impfung zurückgegangen.

Ausbrüche beobachtet man heute bei ungeimpften oder nicht ausreichend geschützten Katzen jeden Alters (nicht ausreichend geschützt=mangelnde Grundimmunisierung).

Ihr Erreger ist das Panleukopenievirus (FPV), das in der Außenwelt extrem widerstandsfähig ist und gar Jahre überleben kann.

Die Katzenseuche wird darum nicht nur durch direkten Kontakt mit einem kranken Tier übertragen.

Sie kann auch vom Menschen mit dem Schuhwerk, der Kleidung, den Händen oder Gegenständen, die für mehrere Katzen benutzt werden, eingeschleppt werden.

Typisch ist das plötzliche Auftreten der ersten Symptome.

Diese sind Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit und allgemeine Unlust. Zu diesem Zeitpunkt haben die Katzen sehr hohes Fieber.

Kurz darauf erbrechen die Tiere massiv, zunächst Reste der letzten Mahlzeit, bald nur noch Schleim und Galle.

Überleben sie dieses Stadium, so kann sich ein schwerer, beinah unstillbarer Durchfall einstellen, der Blut und Darmschleimhautfetzen enthalten kann.

Erbrechen und Durchfall führen zu einer sehr raschen Austrocknung, einem deutlich sichtbaren Verfall und letztlich gar zum Tod.

 

Zu Beginn der Erkrankung kann eine Intensivtherapie versucht werden, ist aber bei einer zu starken Schädigung des Darms durch das Virus nicht mehr erfolgreich.

Es gibt verschiedene Verlaufsformen dieser Krankheit.

Bei der aggressiven Akutform tritt der Tod innerhalb von Stunden ein!

 

Der einzige sichere Schutz vor Erkrankung kann deshalb nur die vorbeugende, regelmäßige Schutzimpfung  sein.

 

Unsere Tiere sind jährlich geimpft, da bereits wie beim Katzenschnupfen erwähnt, die Gefahr einfach nicht kalkulierbar überall lauern kann.

  

 

Tollwut

 

Die Tollwut, im englischsprachigen Raum als "rabies" bezeichnet, ist eine in der Regel tödlich verlaufende Virusinfektion, für die auch der Mensch empfänglich ist (Zoonose).

Die Tollwut ist für alle Säugetiere - ebenso den Menschen -  lebensgefährlich.

Das Tollwut Virus wird bei unseren Haustieren fast ausschließlich durch den Biss infizierter Füchse übertragen.

Zunehmend wird es aber auch durch tollwutkranke Fledermäuse und Mäuse übertragen, die vor allem für Katzen zur leichten Beute werden.

Die Ansteckung erfolgt durch Biss eines tollwütigen Tieres oder über kleine Hautverletzungen.

Dabei dringt virushaltiger Speichel ein. Nach der Ansteckung siedelt sich das Virus im Gehirn an und verursacht dann die Tollwut-typischen Symptome, wie z. B. Verhaltensstörungen, Unruhe, Scheu, Schreckhaftigkeit und Speichelfluss.

Er greift also das zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität, Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen hervor.

Fortschreitende Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen, gefolgt von Krämpfen und Lähmungen führen schließlich zum Tod.

Der Mensch infiziert sich seltener an Füchsen, als durch den Biss tollwutkranker Katzen und Hunde!

Besonders gefürchtet ist der Umstand, dass das Virus mit dem Speichel bereits mehrere Tage vor den ersten Krankheitssymptomen ausgeschieden wird.

Aufgrund der enormen Gefahr für den Menschen gehört die Tollwut zu den anzeigepflichtigen Seuchen und unterliegt also der staatlichen Kontrolle.

Behandlungsversuche sind bei tollwutkranken und tollwutverdächtigen Tieren verboten!

Tollwutverdacht besteht schon dann, wenn ein Kontakt mit einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigen Tier vermutet werden kann.

In einem solchen Fall kann die Tötung angeordnet werden, es sei denn, ihr Tier verfügt nachweislich über einen gültigen Tollwutschutz!

 

Im Sinne der Tollwutverordnung ist ein wirksamer Impfschutz 21 Tage nach einer Erstimmunisierung ausgebildet, wenn die Tiere zum Zeitpunkt der Impfung mindestens 3 Monate alt waren.
Um einen andauernden, ununterbrochenen Impfschutz zu erreichen, müssen deshalb regelmäßig Wiederholungsimpfungen erfolgen.

Voraussetzung hierfür selbstverständlich auch eine erfolgreiche Grundimmunisierung. Das bedeutet, Erstimpfung mit zum Beispiel mit zwölf Wochen und ca. 3-4 Wochen später eine weitere Impfdosis.

Nach einem Jahr wird die Impfung aufgefrischt.

Im Anschluss kann man den mehrjährigen Impfstoff anwenden, so dass keine weiteren jährlichen Impfungen notwendig sind.

 

Die Tollwut ist nahezu weltweit verbreitet.

Sie kommt nicht nur in den meisten Ländern Europas vor, sondern auch in anderen Kontinenten.

Hauptüberträger sind in Nordamerika: Füchse, Stinktiere und Waschbären.

In  Asien: Füchse und Wölfe und in Afrika: Schakale und Schleichkatzen

In Mittel- und Südamerika ist die Fledermaustollwut von großer Bedeutung.

Bislang wurden in Europa jedoch nur Einzelfälle bei Fledermäusen nachgewiesen.

Eine gültige Tollwutimpfung ist auch Voraussetzung für die Mitnahme von Katzen ins Ausland. Für die einzelnen Länder gelten Einreisebestimmung (in der EU weitgehend einheitlich), über die man sich vor einer geplanten Reise rechtzeitig informieren sollten. Einige Länder fordern den Nachweis des Tollwutimpfschutzes anhand einer Blutprobe mit mehrmonatigen Vorlaufzeiten.

Unsere Tiere sind Tollwutgeimpft, da wir gesicherten Freilauf gewähren und hier doch auch das ein oder andere Mäuschen gefangen wird.

Weiterhin wird es selbstverständlich zu Recht für Ausstellungskatzen gefordert.

Es ist ein Irrglaube, dass die Tollwut ausgerottet ist. Es ist auch verständlich, dass inzwischen auch wieder beim „Welpenhandel” verstärkt darauf geachtet wird.

Eine Tollwutschutzimpfung muss sein, wenn Kontakt zu freilebenden Tieren oder Mäusefang/Fledermausfang möglich ist.

Alles andere ist unverantwortlich und am falschen Ende gespart!

 

 

FIP – Infektion

 

Die Feline Infektiöse Peritonitis – ansteckende Bauchfellentzündung der Katze – ist eine relativ häufige, tödlich verlaufende Virusinfektion der Katze.

Zur Zeit geht die Wissenschaft davon aus, dass sie als krankmachenden Mutante aus der harmlisen Coronavirus-Infektion hervorgeht.

Zum FIP-Virus mutierte Coronavieren können dann eine fehlgeleitete Immunreaktion auslösen.

Die Diagnose der FIP-Erkrankung ist problematisch und am lebenden Tier in der Regel nicht zu stellen.

Durch die Kombination verschiedener diagnostischer Möglichkeiten lässt sich lediglich die Wahrscheinlichkeit der Diagnose FIP erhöhen.

Der Nachweis von Felinem Coronavirus (FCoV) in Punktat oder Liquor spricht für das Vorliegen einer FIP, vor allem wenn die Klinik und andere labordiagnostische Befunde (Serologie, klinische Chemie) in dieselbe Richtung weisen.

Die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) ist eine virale und stets tödlich verlaufende Infektionskrankheit.

Die verantwortlichen Viren entstehen durch eine Mutation von harmlosen und in der Katzenpopulation weit verbreiteten Viren.

Die genauen Gründe für die Mutation sind bislang nicht vollständig geklärt, jedoch gilt Stress als einer der Hauptfaktoren.

Es wird empfohlen, nur Tiere zu impfen, die noch keinen Kontakt zu FCoV hatten, da die Wirksamkeit anderenfalls eingeschränkt ist.

Die Übertragung der Corona-Viren erfolgt durch direkten Kontakt mit anderen Katzen oder indirekt über unbelebte Gegenstände wie Katzentoilette, Bürste und ähnliches.

Die FIP beginnt in der Regel mit vermindertem Appetit, Fieber und Bewegungsunlust.

Nach einer unterschiedlich langen Zeit kommt es bei einem Teil der Tiere zu einer Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle, der Brusthöhle oder dem Herzbeutel.

Der Tierarzt spricht dann von einer „feuchten” FIP.

 

Daneben kann das Virus aber auch knötchenartige Veränderungen an den inneren Organen hervorrufen – „trockene” FIP.

 

Unsere Katzen sind negativ untersucht gegen das FIP Virus. Das gibt eine gewisse Sicherheit, aber ein 100% Schutz bietet es leider nicht.

Harmlose Corona Viren werden vermehrt bei Durchfall ausgeschüttet.

Je mehr Corona-Viren, je höher jedoch die Wahrscheinlichkeit einer Mutation. Einfach ausgedrückt.

Deshalb achten wir auf saubere große Toiletten.

Bei ihrem gesicherten Freigang haben sie die Möglichkeit, außerhalb der Toiletten ihr großes und kleines Geschäft zu erledigen.

Sollte man feststellen, dass eine Katze immer wieder eine gewisse Unverträglichkeit gegen ein bestimmtes Futtermittel vorweist, würde ich dieses im Hinblick auf den eventuell hierdurch verursachten Durchfall mit der verbundenen vermehrten Ausschüttung der FCoV, nicht mehr füttern.

   

 

FIV-Infektion

 

Wird auch Katzen-AIDS genannt. Ist jedoch für den Menschen ungefährlich.

Das Feline Immunschwäche Virus (FIV) ist dem HIV des Menschen sehr ähnlich.

Eine Übertragung des Katzenvirus auf den Menschen ist jedoch ausgeschlossen!

Das FIV wird hauptsächlich durch Bissverletzungen übertragen, zum Beispiel anlässlich von Revierkämpfen oder während des Deckaktes durch den Nackenbiss des Katers.

Die FIV-Infektion führt - ähnlich wie die Katzenleukoseinfektion - zu einer Schwächung des Abwehrsystems, in deren Folge es zu den verschiedensten Krankheitszeichen kommen kann.

Häufig beobachtete Sxmptome sind allgemeine Unlust, Zahnfleischentzündungen, Schnupfensymptome, schlecht heilende Wunden der Haut, Fieber, vergrößerte Lymphknoten und Durchfall.

Die Infektion endet immer tödlich!

Besonders häufig ist FIV allerdings nur bei älteren, nicht kastrierten Katern mit freiem Auslauf.

Im Gegensatz zu allen bisher besprochenen Infektionskrankheiten steht gegen die FIV-Infektion in Europa gegenwärtig kein Impfstoff zur Verfügung.

Unsere Katzen sind negativ auf das Virus getestet.

 

 

Die Grundimmunisierung stellt neben der Wiederholungsimpfung der wichtigste Bestandteil einer erfolgreichen Impfung dar.

Impfempfehlungen ändern sich immer wieder. Der eine Tierarzt vertritt diese Meinung-der andere eine andere.

Welche Meinung sollte man nun für sich vertreten?

 

Die Grundimmunisierung bedeutet den erstmaligen Aufbau eines Impfschutzes.

Wegen der eventuell noch vorhandenen mütterlichen Schutzstoffe ist die Grundimmunisierung meist erst nach dreimaliger Injektion sowie einer Wiederholung nach einem Jahr bei jungen Tieren abgeschlossen.

Ich selbst habe bei allen meinen Katzen eine dreifach Grundimmunisierung durchgeführt.

Das bedeutet im Detail, dass Katzenschnupfen und Katzenseuche im Alter von ca. 8, 12 und 16 Lebenswochen geimpft wurde.

Tollwutimpfungen wurden zweifach durchgeführt in der 12. und 16. Woche. Im Anschluss nach einem Jahr eine Auffrischung sowie in den folgenden Jahren die Nutzung des mehrjährigen zugelassenen Impfstoffes.

 

Normalerweise würden zwei Impfungen für eine erfolgreiche Grundimmunisierung vollkommen ausreichen-dann müsste ich jedoch auf die erste Impfung in der 8. Lebenswoche verzichten.

Das kommt für mich nicht in Frage aufgrund der vorgenannten Gründe betreffend des Katzenschnupfens und der Katzenseuche.

Auch wegen der vorhandenen Ansteckungsgefahr durch uns Menschen!

In der 8. Lebenswoche trinken zumindest meine Kitten noch regelmäßig bei ihrer Mutter.

Somit kann man nicht mit Gewissheit sagen, dass die erste durchgeführte Impfung den gewünschten Erfolg gebracht hat.

Deshalb erfolgen die nächsten beiden Impfungen in der 12. und 16. Lebenswoche.

Sollte man erst ab der 12. Woche impfen - aus welchen Gründen auch immer - dann werden selbstverständlich nur zwei Impfungen benötigt.

Ein Kätzchen, das ohne Mutter aufwächst oder bereits im frühen Alter von der Mutter getrennt wurde, muss man somit natürlich nicht dreifach Impfen.

Wenn man auf jährliche Impfungen verzichten möchte, dann muss man so verantwortungsbewusst sein und eben jährlich eine Blutuntersuchung auf einen vorhandenen Impfschutz durchführen lassen.

Zeigt das Blutbild, dass der Impfschutz ausreichend ist,  kann man auf die jährliche Wiederauffrischung verzichten.

Nur so ist ein dauerhafter Schutz gewährleistet.

 

Es wäre egoistisch, nur an seine Katzen zu denken. Man muss eben auch in Erwägung ziehen, dass die eigenen Katzen durch den nicht vorhandenen Impfschutz eben auch andere Katzen anstecken können!

Egal welche Infektionskrankheit ausbricht - sie bedeutet viel Hoffnung, Leid und Trauer für die Besitzer und Schmerzen und Leid für die infizierten Katzen.

 

Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich nicht von irgendeinem Impfhersteller gesponsert werde ;-)

 

Ich selbst habe auch immer bei uns darauf geachtet, dass ein wirksamer Impfschutz vorhanden ist.

 

Für Zucht- und Ausstellungskatzen stellt sich nicht die Frage, wann und wie oft geimpft wird.

Hier wird allein aus seuchenrechtlichen Bestimmungen darauf geachtet, dass diese Bestimmungen auch eingehalten werden.

 

Auch wenn man die Bundesrepublik verlässt, muss man sich an die tierseuchenrechtlichen Bestimmungen der einzelnen Länder halten.

Meine Katzen erhalten seit Jahren nur noch einen EU-Heimtierausweis, damit ein Reisen ohne Probleme möglich ist.

Weiterhin ist so die Transponderkennzeichnung immer gewährleistet, da sie Pflicht ist, in Verbindung mit einem EU-Heimtierausweis.

Seit 01.01.2015 gibt es eine neue Bestimmungen in der EU, mit dem Hintergrund,  dass die Heimtierausweise fälschungssicherer gemacht werden und weiterhin die

Tiere regelmäßig überprüft werden.

Der ausstellende Tierarzt unterschreibt im Ausweis, ebenso der Tierhalter. Weiterhin ist die Seite des implantierten Chips (Transponderkennzeichnung) einlaminiert.

Ebenso wurde die Tollwutimpfung einlaminiert.

Fehlen bestimmte Details des Ausweises, auch wenn sie nur vergessen wurden, so ist dieser nicht mehr gültig.

Dies kann bedeutende Konsequenzen haben, weshalb man unbedingt auf eine lückenlose Weiterführung des Ausweises achten sollte.

 

 

 

'Auf die meisten Fragen über die Katze gibt es keine Antworten.
Sie hat sich selbst 3000 Jahre lang in Geheimnisse gehüllt und es hat keinen Sinn sie jetzt begreifen zu wollen'
Virginia Roderick